Umweltschule

"Lahntalbienen" an der LTS

Seit wenigen Tagen stehen zwei Bienenvölker an der Lahntalschule in Atzbach.

Die ersten Eindrücke sind für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler ausgesprochen spannend und positiv. Kaum steigen die Temperaturen, entwickelt sich ein reger Flugbetrieb vor den Holzbeuten. Die Bienen stammen von einem erfahrenen Imker aus Erda, der bei der Auswahl der Völker besonders auf die Friedfertigkeit der Bienen Wert gelegt hat. Das erleichtert vor allem das Arbeiten und Lernen an den Völkern für die Jugendlichen Teilnehmer des NTW-Angebots Freilandbiologie. Seit Jahren, ja Jahrzehnten ist die LTS bereits Umweltschule. Anfangs getragen von den Ideen und dem Engagement von Gabriele Thiele hat sich der Umweltgedanke fest an der Schule etabliert. In die Weiterentwicklung dieser Idee passt das Thema „Bienen“ ausgezeichnet. Bienen leisten einen überdurch­schnittlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Natur. Ohne diese Insekten wären auch die Ernten nur in geringeren Mengen vorhanden. So sorgen Bienen dafür, dass die Ernte z.B. beim Raps um bis zu 40 % höher ausfällt, bei den Birnen ist der Ertrag mit Bienen sogar bis zu 90 % höher. Der Grund ist die Bestäubung der Blüten, aus denen dann die Frucht entsteht. Albert Einstein hat einmal gesagt: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben, …“ Die Idee der Bienen an der Schule wurde von Christiane Poetsch entwickelt, die wie einige der Lehrkräfte in ihrer Freizeit Hobby-Imkerin ist. Allerdings braucht ein solches Projekt nicht nur ideelle Unterstützung aus der Schulgemeinde, sondern auch Unterstützung von außen. Diese Hilfe leistete das Sponsoring der Rittal Foundation, welche sich für die Unterstützung sozialer- und bildungsorientierter Porjekte im Lahn-Dill-Kreis einsetzt. Durch den Beitrag der Foundation konnte die für die Imkerei benötigte Hardware, wie die Holzbeuten oder auch die Schutzkleidung für die Schülerinnen und Schüler angeschafft werden, aber auch die eigentlichen Bienenvölker. Zudem steht der Imkerverein Wetzlar und Umgebung mit Rat und Tat zur Seite. Das Angebot zur Zusammenarbeit des Bieneninstituts Kirchhain mit seinem KnowHow wird die schulische Arbeit unterstützen und erleichtern. Eine weitere wichtige Voraussetzung schuf der Lahn-Dill-Kreis als Schulträger, welcher bereits im vergangenen Jahr mehrere Blühwiesen auf dem Gelände der Integrierten Gesamtschule angelegt hat. Schuldezernent Heinz Schreiber, welcher am Montag, den 18.04.2016 die Lahntalschule besuchte, um das Projekt zu unterstützen, hofft, dass sich die „Lahntalbienen“ an der Schule durch die kompetente Betreuung der Lehrkräfte mit Imkererfahrung wohlfühlen. Die Schüler der Freilandbiologie sind schon begeistert und freuen sich auf das Arbeiten an und mit den Bienen. Und wenn alles gut klappt, gibt´s vielleicht ja sogar noch eigenen Schulhonig in diesem Jahr, der im Rahmen des Schulfestes am 03. Juni geschleudert werden soll.

Lahnau, den 27.04.16

Bewerbung für das Zertifikat "Umweltschule 2010"

Lahntalschule Lahnau ist Umweltschule

Zwei Projekte zur "Artenvielfalt auf dem Schulgelände" überzeugen.

Als eine von 109 Umweltschulen in Hessen, wurde die Lahntalschule in Lahnau ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen Kultusministerin Dorothea Henzler und Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister vor. "Die Schüler haben durch ihre Teilnahme am Programm gezeigt, dass sie ihre Schule nicht nur als reinen Ort der Wissensvermittlung sehen, sondern in erster Linie als eine Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und sich für Werte einzusetzen", so Henzler.

Selbst in ländlichen Gegenden mit einer scheinbar intakten Natur stehen viele alteingesessene Tierarten unter dem Druck einer zunehmenden Einengung der Lebensräume. In den Mittelpunkt zweier Projekte stellten zwei Wahlpflichtkurse "Freilandbiologie" unter Anleitung von Frau Raya Schmidt daher die Erhaltung der Artenvielfalt in einem naturnahen Schulgelände.

Konkretes Ziel in der Jahrgangsstufe 8 für dieses Schuljahr war der Bau von Nistkästen, die im Schulgarten aufgehängt und in der Folge beobachtet werden können. Weitere Nistkästen sollen im nächsten Schuljahr gebaut und auf den Märkten (Apfelmarkt, Weihnachtsmärkte) verkauft werden.

Die Jahrgangsstufe 10 hatte sich die Planung und den Bau eines "Insektenhotels", einer Nisthilfe für verschiedene Wildbienen, vorgenommen.

Im Winterhalbjahr wurde mit den Planungen begonnen. Zunächst informierten sich die Achtklässler über verschiedene einheimische Vogelarten. Lebensweise und Fortpflanzung, Nahrung und Brutverhalten waren hier von Interesse. Welche Vögel ziehen in den Süden und welche Vögel sind Standvögel? Anschließend informierten sie sich über unterschiedliche Nistkästen für die verschiedenen Vogelarten. Die Zehntklässler informierten sich über die heimischen Wildbienen und deren Bedürfnisse. Bauanleitungen für Vogelnisthilfen sowie Vorschläge zur Ausstattung von Insektenhotels ließen sich bei Recherchen in Büchern sowie im Internet ebenso finden wie Informationen über verschiedene Materialien.

Nach ersten Erfahrungen mit einer Vorlage des BUND und Experimenten mit verschiedenen Holzarten wurden für den Verkauf eigene Vogel-Nistkästen entworfen und gebaut und an verschiedenen Bäumen auf dem Schulgelände aufgehängt.

Die ersten Nistkästen wurden auch nach kurzer Zeit schon bewohnt und freuten sich seitdem einiger Beliebtheit sowohl bei Vögeln als auch bei den interessierten jungen Naturkundlern.

Die Zehntklässler entschieden sich für den Bauerngarten als möglichst ungestörten Standort für ihr Insektenhotel und entwarfen das Hotel als überdachtes Regal, in welchem Holzstämme, Schilfrohre und poröse Ziegel untergebracht werden. Unter Mithilfe des Hausverwalters Herr Krämer konnten die Schülerinnen und Schüler das selbstgebaute Hotel dann in einem eigens ausgehobenen Fundament einzementieren.

Auch dieses Projekt zeigte bereits nach kurzer Zeit erste Erfolge, was man am zunehmenden Flugbetrieb verschiedenster Wildbienen beobachten konnte. Für das kommende Frühjahr ist die Erweiterung der Hotelausstattung um eine kleine Lehmwand-Fläche vorgesehen.

Rückwirkend betrachtet fanden die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte spannend und erfolgreich. Verschiedenste Konstruktionsskizzen, eine Vielzahl von Infoplakaten und Steckbriefen der neu angesiedelten Tierarten, ein Stück mehr Artenvielfalt auf dem Schulgelände und das neu aufgehängte Banner "Umweltschule" künden vom Stolz der Nachwuchs-Naturschützer und dem Lohn ihrer Mühen.

Lahnau, den 08.11.09

 

 

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