Natur-Technik-Wirtschaft

Dieses  Wahlpflichtfach enthält Angebote für die Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abschluss in den Jahrgangsstufen 9 und 10 eine Berufsausbildung anstreben und sich nicht für eine Fremdsprache entscheiden mögen. Im Vordergrund steht der praxisorientierte Unterricht.

Das Wahlpflichtfach gliedert sich in drei Fachbereiche, die dem großen Bereich „Natur – Technik – Wirtschaft“ zugeordnet werden können und alle eines gemeinsam haben: Es wird handwerklich gearbeitet in Werkräumen, Küche, Garten mit Werkzeugen, Maschinen, PC innerhalb, manchmal auch außerhalb der Schule. In allen Fachbereichen geht es um das Vorbereiten, Durchführen und Präsentieren von Projekten.

Wir bieten zurzeit die drei Fachbereiche an:

 

1. Produkt und Markt: Hier werden Gegenstände gefertigt, verschiedene handwerkliche Verfahren und Fertigungstechniken kennen gelernt, Gesichtspunkte der Vermarktung einbezogen. Gearbeitet wird vorwiegend in Werkräumen, Küche und dem Textilraum.

2. Mechatronik: Mit diesem Fach wollen wir Inhalte aus dem Bereich Elektronik, Mechanik, Informatik in den Mittelpunkt stellen. Auch hier werden Gegenstände hergestellt und spezielle Techniken vermittelt. Gearbeitet wird vorwiegend in Fachräumen.

3. Freilandbiologie: Hier geht es um das Kennen lernen von Pflanzen, die Pflege von Pflanzen, das Herstellen von Produkten für das Beschicken der verschiedenen Märkte, die Organisation und Durchführung der Märkte. Gearbeitet wird vorwiegend im Fachraum, im Gewächshaus sowie im Schulgarten.

Allen Fachbereichen gemeinsam ist, dass versucht wird, den Schüler/innen in den verschiedenen Bereichen in jeder Jahrgangsstufe methodisch Ähnliches zu vermitteln. So ist es möglich, dass jeder Schüler / jede Schülerin in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 das „Fach“ neu wählen kann. Jeder / jede muss allerdings in diesem Zeitraum mindestens zwei unterschiedliche Fachbereiche aus dem Angebot gewählt haben. Auf diese Weise ist eine Schwerpunktbildung möglich und wird Einseitigkeit ausgeschlossen.   

 

Die drei Fachbereiche stellen sich vor!

1. Produkt und Markt

In diesem Bereich erlernen die Schüler/ innen den sachgerechten Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen und die Produktion einfacher Gebrauchsgegenstände für einen schulische oder außerschulischen Markt. Die Unterrichtseinheiten sind sowohl lehrgangs- als auch projektorientiert ausgerichtet.

In der Jahrgangsstufe 7 werden einfache Gebrauchsgegenstände mit und ohne den Einsatz von Maschinen und anderen technischen Geräten in einfachen Herstellungsverfahren angefertigt. Dies beinhaltet neben der Gestaltung von Arbeitsabläufen auch die Beachtung von Unfallschutz und Arbeitssicherheit und den sachgerechten Umgang mit technischen Geräten, Werkzeugen und Maschinen im Arbeitsprozess.

In der Jahrgangsstufe 8 werden Gebrauchsgegenstände in verschiedenen Fertigungsverfahren wie Einzel- und Serienfertigung für den Verkauf hergestellt. Die Schüler/ innen gewinnen durch die Zusammenhänge von Auswahl, Planung, Herstellung und Vermarktung von Produkten Einsichten in ökonomische Grundprinzipien von Markt und Konsum. Sie übernehmen die Planung, Herstellung und Vermarktung eines Produkts und stellen dabei Überlegungen zu Design, Menge und Finanzierung an. In der Rolle des Herstellers und Verkäufers planen die Schüler/ innen Verkaufsaktionen in der schule und auf außerschulischen Märkten, bereiten sie vor und werten sie abschließend aus.

Die genannten Unterrichtsprojekte können in verschiedenen Fachräumen mit der gleichen sozialen, organisatorischen und arbeitstechnischen Zielsetzung unter Einsatz unterschiedlicher Materialien, Maschinen und Geräten durchgeführt werden. Die Arbeitsbereiche Ernährung, Textil, Holz, Metall sind hierbei denkbar.

 

2. Mechatronik

Im Fachbereich „Mechatronik" lernen die Schüler technische Grundprinzipien aus der Elektrotechnik und Mechanik, sowie die aktuellen technischen Anwendungen kennen. Hierbei stehen nicht die theoretischen Inhalte wie im Physikunterricht im Vordergrund, sondern die praktischen Umsetzungen und Anwendungen. Im Teilbereich Elektrotechnik sollen grundlegende Elemente wie Stromkreise, Verbrauchertypen, Schaltungsarten und Stromerzeugung/-versorgung behandelt werden.

Des Weiteren findet ein Lötkurs statt, in dem die Schüler den Umgang mit Lötwerkzeugen lernen. Dies soll vom Löten einfacher Figuren aus Kupferdraht bis zum Zusammenbau eines Elektronikbausatzes in Platinenform reichen. Hierbei werden auch Bereiche aus der Elektronik wie Bauelemente und Nachrichtenübertragung behandelt. Im Teilbereich „Mechanik" lernen die Schüler am Bau von motorisch und manuell betriebenen Modellen Getriebearten und Möglichkeiten der Kraftübertragung kennen. Ferner werden Antriebskonzepte (konventionelle wie alternative) und Motortypen (E-Motor, Dampfmaschine, Ottomotor) behandelt.

3. Freilandbiologie

Seit dem Schuljahr 1981/1982 existiert im WPB I/II ein Fach mit vielen Facetten, z.B.:

  • Durch naturnahe Gestaltung vielfältige Standorte für die heimische  Tier-und Pflanzenwelt schaffen, somit Artenvielfalt erhalten und fördern.
  • Hecken
  • Feuchtbiotop
  • Trockenmauer
  • Nistkästen bauen und im Gelände aufhängen
  • Verschiedene Möglichkeiten der Förderung des Bodenlebens und biologische Anbauverfahren in Theorie und Praxis kennen lernen, um auf den Einsatz von Giften und Mineraldüngern verzichten zu können.
  • Nutzgartenbeete
  • Mischkultur
  • Gründüngung
  • Auf dem Schulgelände heimische Baumarten mit Steckbrief versehen und somit langfristige Einbindung in den Regelunterricht, z.B. Jg.6 Unterrichtseinheit Wald.
  • Projektorientiertes Arbeiten
  • Bau eines Insektenhotels
  • Anlage einer Kräuterspirale
  • Alte dörfliche Kultur erhalten bzw. wieder beleben
  • Bauerngarten
  • Streuobstwiese
  • Beete mit „alten Rosen“
  • Herstellung und Vermarktung von Schulgartenprodukten
  • Apfelmarkt Wetzlar
  • Weihnachtsmärkte in Atzbach und Waldgirmes
  • Beobachtungsgänge vor Ort und Exkursionen
  • Lahnaue
  • Vorgärten
  • Palmengarten Frankfurt

Freilandbiologie fordert sowohl Theorie als auch körperliches Arbeiten ein,

so dass sich unterschiedliche Möglichkeiten der Mitarbeit anbieten. Es handelt sich um ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Beispielhaft für die Einbindung von Leitzielen der LTS seien aufgeführt:

  • Eigenverantwortliches Lernen, Fach- und Sozialkompetenz von Schüler/innen fördern.
  • Freiräume zur Entwicklung von Phantasie und Kreativität bieten.

Ulrich Damerius, Gabriele Thiele

Lahnau, den 18.05.11

Lahntalschule in Lahnau

Sudetenstr. 9
35633 Lahnau

Telefon: 06441-65 007-0

Fax: 06441-65007-29

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